Am 24.10.02 erwarb ich bei der Fa. Griesser Elektro AG das Twike III Nr 386 Jahrgang 1998. Der Tacho zeigte bei der Fahrzeugübergabe 15'200 Km an. Es sind drei Batterieblöcke eingebaut. Das Fahrzeug wurde in einwandfreiem Zustand übernommen. Die Hinterachse wurde auf den Stand 99 umgerüstet. Als Extras war eine dritte Bremsleuchte, Blinkwarner und zwei Kopfstützen eingebaut. Erste Fahrversuche zeigten, dass die Batterien noch über ordentlich Power verfügen und bei regem Gebrauch und sachgemässer Behandlung, ihren Dienst noch einige Zeit verrichten werden. Das ist auch gut so, denn ein Batteriewechsel ist eine recht kostspielige Sache. Ca. 2'800 Franken müssen pro Block hingeblättert werden. Laut Hersteller sollten mit den neuen Batterien ca. 1000 Ladezyklen gefahren werden, was bei einem Zyklus von ca. 60 Kilometer doch 60'000 Fahrkilometer ergibt. Na ja, wir werden sehen.
Twike III Nr. 386 Jahrgang 1998. Das Cabrioverdeck ist neu.
Die beiden Scheinwerfer bringen wesentlich besseres Licht als das Cityel. Hinter der abnehmbaren Nase sitzt der Abschlepphacken.
Das Twike verfügt über einen Elektromotor, welcher über drei KW Dauerleistung verfügt. Kurzfristig kann der Motor jedoch weit über fünf KW belastet werden. Gesteuert wird das Fahrzeug mittels eines Steuerknüppels. Nach kurzer Eingewöhnung hat man das Fahrzeug sehr gut unter Kontrolle. Es bereitet einen riesen Spass, die Kurven wie ein Flugzeugpilot zu durchfahren. Leistungsmässig ist das Twike sehr gut bestückt und auch ideal auf das Fahrwerk abgestimmt. Die Bodenhaltung und die Bremsen sind spürbar besser als beim el. Aber es handelt sich auch ûm eine ganz andere Preisklasse. Mein Fahrzeug kostete beim Neukauf im Jahr 1998 30'000 Franken. Ein echt stolzer Betrag.
Alle Daten werden vom Bordcomputer gehandelt und auf dem Display angezeigt. Rechts neben dem Computer ist der Steuerknüppel zu sehen. Die Sitzposition ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da die Pedale recht hoch angeordnet sind und man eine nach hinten geneigte Sitzposition einnimmt. Das Fahrgefühl und der Fahrspass ist jedoch super.
Das eingebaute Ladegerät, welches im Fahrbetrieb als Umrichter verwendet wird, erfüllt sämtliche Wünsche. Zwischenladungen von einer bis zwei Stunden genügen, um die Batterien wieder aufzuladen. Am Computer können alle nur erdenklichen Parameter eingestellt werden, welche es ermöglichen, das Fahrzeug auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Will man z.B. mehr Dampf am Hinterrad, so stellt man die Strombegrenzung auf max. 20 Ampere und schon verfügt man über ordentlich Power. Die Batterien werden dann natürlich dementsprechend stark belastet. Für Sparfahrten kann man die Begrenzung z.B. auf 12 Ampere stellen. Die Reichweite steigt dadurch erheblich. Sehr sinnvoll ist auch die Möglichkeit, die Stärke der Rekuperation auf den eigenen Fahrstil anzupassen.
Beschleunigt und rekuperiert wird am rechten Steuerhebel mittels zweier Tasten, welche nochmals in zwei Stufen unterteilt sind. Durch Doppelklicken auf die jeweilige Taste, wird der Tempomat für das Fahren und Bremsen eingeleitet. Durch zusätzliches mittreten, erhöht sich die Geschwindigkeit bei Tempomatfahrten nicht, sondern der Bezug aus der Batterie wird verkleinert.
Der Pedalantrieb kann durch fünf Gänge der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit angepasst werden. Die Schaltung und die Vorderradbremse sitzt am linken Bedienhebel. Die Bremse der beiden Hinterräder ist in Form eines hydraulischen Rücktritts realisiert. Generell sind die Bremsen recht kräftig ausgelegt. Es ist jedoch sinnvoll, möglichst viel mit der Rekuperation zu verzögern, da zum einen die Bremsanlage geschont wird, zum andern wird dabei Strom in die Batterie zurückgespiesen. Etwas Vorsicht sei beim Rekuperieren dennoch geboten, da die Bremsleuchten nicht brennen und das Fahrzeug doch recht stark abgebremst wird.
Sehr viele Infos über das Twike können dem Internet entnommen werden.