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** Rekuperation
Microcar light
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Am 08.04.2005 kaufte ich den Microcar light Jahrgang 1996 mit 12574 Km auf dem Tacho. Der Verkäufer versicherte mir, dass wirklich so wenig mit dem Fahrzeug gefahren wurde. Somit sollten die NiCd-Akkus 8 x 6 Volt 140 Ah der Fa. Saft noch fit sein und noch eine kleine Ewigkeit halten.

Tolles kleines Fahrzeug mit beachtlichen Fahrleistungen. Die 6.2 KW Maschine beschleunigt das Fahrzeug auch im ECO-Modus ganz ordentlich. Der Verbrauch hält sich bei entsprechender Fahrweise in Grenzen.

Der erste Test erfolgte gleich nach dem Kauf von Basel über Leuggern mit Zusatzschleife nach Eglisau. 118 Km mit einer Stunde Nachladen in Leuggern. Natürlich achtete ich auf ökonomische Fahrweise, da ich ja zu Hause ankommen wollte.

Im Innenraum geht es recht eng zu und her. Es reicht jedoch trotz meiner Körpergrösse von 190 cm. Das Fahren mit doppelter Rekuperation ist sehr angenehm. Es ist nicht immer gleich nötig auf die Bremse zu treten, da bei der Nullstellung des Gaspedals bereits die erste Rekuperationsstufe einsetzt.

Den Microcar light gibt's (gab's) auch in der Break-Version

Anscheined können bei der Break-Version die Sitze weiter nach hinten gestellt- und bei Bedarf kann die Sitzschiene weiter hinten montiert werden. Für grosse Fahrer wie mich sicher genial.

Hier zum direkten Vergleich die kurze (normale) Version.



Anzahl Räder4 mit je 145x10 Bereifung
AntriebVorne
KarosserieSelbsttragend in Leichtbauweise
Länge2580 cm
Breite1355 cm
Höhe
Leergewicht520 Kg
Gesamtgewicht     720 Kg
AntriebLeroy-Somer Gleichstrom-Elektromotor mit angeflanschtem Getriebe auf Vorderachse wirkend
Max Drehmoment60 Nm
Batterien8 x 6 Volt NiCd Nassbatterie STM 140 von Saft. 48 Volt / 136 Ah C3
Höchstgeschwindigkeit       75 Km/h
BremsenZweifach wirkende Rekuperation. Vorne Scheiben- hinten Trommelbremsen. Feststellbremse auf Hinterräder wirkend. 


März 05, 12'200 Km  --- Fahrzeugkauf ---
Nach der Übernahme des Fahrzeuges mit gut 12'000 Km Fahrleistung auf dem Tacho zeigten sich die ersten Mängel.
März 05, 12'200 Km  --- Fahrersitz abgeändert ---
Um meiner Körpergrösse von 190 cm gerecht zu werden, musste ich an der Sitzaufnahme eine kleine Veränderung vornehmen. Das gesamte System ist jetzt ein wenig nach hinten geneigt. Jetzt reicht der Platz im Fussraum.
März 05, 12'200 Km  --- Kofferraum ausgekleidet ---
Die fehlende Hutablage hat ein unschönes Bild im Kofferraum hinterlassen. Durch das Anbringen von Teppichteilen sieht das Ganze jetzt wesentlich besser aus und alle Utensilien, welche immer mitgeführt werden sind so schön zu verstauen. Ebenfalls ist die Originalabdeckung nicht zu gebrauchen, sie ist viel zu schwach. Ein 6 mm Sperrholzbrett von Unten angeleimt bringt jetzt wesentlich mehr Stabilität. Damit ist mein Microcar ein Unikat geworden.
April 05, 13'500 Km  --- Idealer Pneudruck 3.2 bar ---
Die Pneus waren meines Erachtens viel zu hart gepumpt. Bei über 4 bar lässt der Federungskomfort arg zu Wünschen übrig. Nach einer Druckreduktion auf 3.2 bar ist das Fahrzeug wesentlich angenehmer zu Fahren und die Reichweite mit einer Batterieladung hat nicht merklich nachgelassen. Ich fahre über 70 Km mit einer Ladung. Dabei werden gut 120 Ah verbraucht.
August 05, 16'500 Km  --- Boardbatterie ersetzt 12 Volt 12 Ah ---
neue Bordbatterie eingebaut
August 05, 17'500 Km  --- Eine Antriebsbatterie defekt ---
Eine der 8 Batterien verliert stark an Leistung. Vermutlich ist eine Zelle nicht mehr einwandfrei. Sie wurde zweimal von mir komplett entladen und für 24 Stunden kurzgeschlossen und anschliessend mit einem 6 Volt Lader wieder hochgeladen. Wie weit sich die Batterie wieder erholen wird soll die nächste Betriebszeit zeigen.
September 05, 17'900 Km  --- Ladegerät zur Reparatur ---
Das Ladegerät Zivan K2 hat vermutlich einen Wackelkontakt oder sonst ein Schuss. Nach 17'500 Km Gesamtfahrleistung gab es den Geist auf. Beim Einstecken flog sofort die Haussicherung (13 Ampere). Das Ladegerät wurde von mir ausgebaut und bei der Fa. EAT Stoll zur Reparatur vorbeigebracht. Die Leistungsstufe hatte den Geist aufgegeben. Nach dem Einbau des reparierten Ladegerätes funktionierte die Ladeprozedur einwandfrei.
September 05, 18'300 Km  --- Radlager vorne ersetzt ---
Laute Geräusche von der Antriebseite oder von den Vorderräder. Eine genauere Inspektion ergab schlechte Radlager vorne auf der linken Seite. Leichtes Spiel beim Wackeln am Vorderrad. Beim Drehen rauhe Lagergeräusche. Aus Sicherheitsgründen wurde der Microcar in meine Werkstatt gefahren und aufgebockt. Die Reparaturanleitung bezog sich natürlich auf die Typen mit Trommelbremsen an allen vier Rädern. Mein Microcar besitzt jedoch bereits Scheibenbremsen an den Vorderrädern. Also erfolgte die Demontage ohne Anleitung.
Um an die Radlager zu gelangen, musste der Radträger mit dem Dreieckslenker demontiert werden. Die Bremszange vorher abschrauben. Bei der Gelegenheit können die Bremsbeläge kontrolliert werden. Bei mir war noch praktisch kein Verschleiss feststellbar. Es wird ja auch immer mit Reku gebremst.
Die Verzahnung der Antriebswelle mit den beiden Kreuzgelenken kann danach leicht aus dem Radträger herausgezogen werden. Die Antriebswelle auf der rechten Seite wurde bei einem früheren Eingriff stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Gewinde auf der Welle ist total verschlissen. Da war schon mal jemand dran. Vermutlich wurde eine falsche Mutter aufgedreht. Infolge fehlender Ersatzwelle musste das Ganze mit dem schlechten Gewinde montiert werden. Es hält gerade noch. Ich bin aber auf der Suche nach einer Occasionswelle.
Hier der ausgebaute Radträger mit dem Dreieckslenker.
Hier ist das innere Radlager mit der innenverzahnten Welle zu sehen.
Oktober 05, 19'800 Km  --- Defekte Batterie und Antriebswelle ersetzt ---
Die defekte Batterie und die rechte Antriebswelle wurden durch Occasionsersatzteile ersetzt. Der erste Eindruck ist gut. Die Welle hält das Radlegerpaket wieder ordentlich zusammen und die Batteriekapazität scheint mir wesentlich besser.
Dezember 05, 21'000 Km --- Gasheizung eingebaut---
Die Kälte in meinen Alternativmobilen machte mir im Winter vor Allem bei längeren Fahrten Probleme. Nach längerem Suchen, (ich strebe immer die einfache Lösung an) bekam ich von einem E-Mobil-kollegen den Tip einer portablen Kartuschenheizung.. Diese Methode eignet sich vor Allem beim Betreiben von mehreren Fahrzeugen, da keinerlei Installationsaufwand betrieben werden muss und somit das Gerät von einem zum anderen Fahrzeug verschoben werden kann. Ich entschied mich für den portablen Heizstrahler BS400 mit Kartuschenbetrieb und einer max. Heizleistung von 1.15 KW. www.gaszentrum.ch
Die Heizleistung ist enorm und wird in der Regel auf der kleinstmöglichen Stufe betrieben. Wichtig ist auf genügende Belüftung durch ein leicht geöffnetes Fenster oder Ventilation zu Achten. Dadurch  beschlagen sich die Scheiben nicht und Wärme ist immer genügend vorhanden. Das Heizgerät muss zusätzlich befestigt werden (in meinem Fall mit Klettenverschluss).
März 06, 23'000 Km --- Bewässerung auf Handbetrieb umgebaut ---
Die Bewässerungspumpe hat den Geist aufgegeben und ist abgebrannt. Bei der Gelegenheit baute ich auf manuelle Bewässerung um. Die beiden Blasenapparate treten Steuerungstechnisch ausser Funktion. Über einen doppeltwirkenden Taster können nach einer Vollladung manuell die vorderen- und hinteren Batterieblöcke bewässert werden. Je nach Stellung des Tasters öffnet das jeweilige Wasserventil und schaltet über ein Relais die neue Zahnradpumpe ein. Beim Loslassen des Tasters schliesst das entsprechende Wasserventil und das dazugehörende Relais fällt ab. 
Schaltpläne:
Pumpe aus
Pumpe und Ventil vorne ein
Pumpe und Ventil hinten ein
Reset Zähler Nachladung
Mai 06, 23'500 Km --- Ladegerät zur Reparatur ---
Mai 06, 24'000 Km --- Kapazitätstest der Fahrbatterie---
Nach längerer Zeit führte ich einen Kapazitätstest der Fahrbatterien durch. Nach einer nächtlichen Vollladung fuhr ich am Morgen zur Arbeit und am späteren Nachmittag wurden dann die Fahrbatterien nach der Heimfahrt mittels Zusatzrunden auf Entladeschlussspannung 40 Volt am Ende noch ca. 50 Ampere entladen. Der Bordcomputer zeigte 164.4 Ah Entladung und 11.9 Ah Ladung durch das Rekuperieren. Netto also 152.5 Ah Entladung. Am Morgen haben sich die Batterien ohne Ladung wieder auf genau 48 Volt erholt. Die Batterien sind also trotz zehnjährigem Betrieb recht gut im Schuss. Die 152.5 Ah wurden zu 100% für den Fahrbetrieb verwendet, da ich die Bordversorgung durch einen zusätzlichen Akku betreibe.
Juni 06, 24'500 Km --- Neue Reifen montiert
Da die Michelin in der benötigten Grösse nicht mehr erhältlich sind, liess ich Uniroyal rallye 280 mit der Dimension 145 SR 10 montieren. Pneudruck 2,3 Bar. Die vorherigen Pneus waren viel zu hart gepumpt und liefen in der Mitte ab. Bei Nässe waren die Michelin schlichtweg schlecht und rutschten auch mit normalem Reifendruck. Mit dem gröberem Profil des Uniroyal kann auch im Winter gefahren werden und bei Nässe sind sie eh besser. Die ersten Erfahrungen zeigten mit 2.3 bar Pneudruck ein wesentlich angenehmeres und leiseres Fahrverhalten. Bis jetzt habe ich durch das gröbere Profil und den "normalen" Reifendruck noch keine Reichweiteneinschränkung erfahren, könnt jedoch durch den gestiegenen Komfort gut damit leben. Bei dieser Gelegenheit inspizierte ich die die Bremsbeläge und stellte fest, dass die vorderen, inneren Scheibenbremsbeläge stark abgeschliffen sind. Vermutlich hat mein Vorgänger die Rekuperation nie richtig wirken lassen und ist immer gleich richtig auf die Bremse getreten....... Die Beläge wurden bei der Fa. Sunel bestellt. Nach drei Tagen trafen die Beläge per Post ein und wurden sofort eingebaut. Dabei möchte ich noch die wirklich einfache und ringe Montage erwähnen. Da habe ich schon anderes erlebt...
Keramik-Elektroheizer zum Anwärmen der Fahrzeuge vor dem Wegfahren
Die oben erwähnten Gasheizer gasen schon ganz ordentlich und benötigen eine gute Durchlüftung im Fahrzeug auch infolge der grossen Feuchtigkeit, welche sich auf den Scheiben bemerkbar machen. Desshalb verwende ich in der Regel diesen Keramikheizer, welcher ich ca. eine Stunde vor geplantem Reisebeginn per Schaltur laufen lasse. Dadurch wird das Fahrzeug so richtig mit Wärme aufgeladen und reicht für die Hinfahrt zur Arbeit. Bei der Rückfahrt bin ich etwas stärker im Nehmen und fahre ohne Heizung nach Hause. Für länger Fahrten bei eisiger Kälte kommt dann wieder der Gasheizer zum Einsatz.
Februar 07, 29'800 Km --- Akkutest
Da ich das Gefühl hatte, dass die Akkus recht rasch an Spannung verlieren führte ich nach der Heimfahrt einen Entladetest mit der Heizung durch. Bei 151 Ah Entladung bewegte sich die Spannung um 43 Volt. Also ein recht solieder Wert. Vermutlich machen sich die kühleren Temperaturen im oberen Spannungsbereich nach der Wegfahrt stärker bemerkbar als früher. Ich hoffe jedoch noch auf ein langes Akkuleben...
März 07, 30'100 Km --- Microcar light stillgelegt, Ersatzteilspender
Sorry, ich konnte mich nicht zurückhalten, als mir ein wuderschöner Microcar Break ohne Batterien angeboten wurde. Somit werden die Batterien von diesem Fahrzeug im Break platziert und dieser Microcar light wird zwecks Ersatzteilhaltung geopfert. Man läuft ja nicht an jeder Ecke an die immer seltener werdenden Ersatzteile ran und wenn, dann zu ordentlichen Preisen. Einige Ersatzteile werden in der Fundgrube platziert.

                              




 
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